"Das Denken im wilden Zustand blüht in jedem menschlichen Geist,
zeitgenössisch oder alt, nah oder fern." (Claude Lévi-Strauss)

Das Film- und Buchprojekt "Wildes Denken" erzählt von anderen Perspektiven auf die Wirklichkeit und befragt dazu indigene Kulturen aus Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien. Mithilfe von Masken, Kultobjekten und Ritualen werden wir in eine Welt entführt, in der die Grenzen zwischen Mensch und Tier, Realität und Geisterwelt, Leben und Tod nicht so scharf gezogen werden wie in unserer westlichen Kultur.

Doch auch in Europa gab es über Jahrtausende ein "wildes Denken": mythologische und mit der Natur verbundene Denkformen, etwa in den Höhlenmalereien der Steinzeit und bei den Kelten, Römern, Griechen und Germanen. Animistische und schamanische Züge finden sich auch noch in den Trancereisen der "Hexen" und in der Naturmystik der deutschen Romantik. Davon erzählt der 2. Teil des Filmes mit dem Titel "Wildes Europa".

Können wir von diesem "wilden Denken" noch etwas lernen? Abgesehen davon, dass es in einer globalisierten Welt gut ist, mit verschiedenen Augen auf die "Wirklichkeit" zu schauen, gibt das andere Verhältnis indigener Gesellschaften zu Natur und Tod zu denken. Natur wird nicht als ausbeutbare Rohstoffhalde gesehen und der Tod nicht als letzte Schranke. Wir lassen uns inspirieren durch Kulturen, die alles in der Natur als beseelt ansehen und für die nach dem Tod eine Reise der Seele in jenseitige Welten beginnt.
DVD bei Absolut Medien und Buch zum Film beim Europa-Verlag.

Die DVD enthält als Bonusmaterial ein 22 min. Interview mit dem Biologen und
Naturphilosophen Dr. Andreas Weber.

HD-Version auf Vimeo

Trailer auf Youtube

Alle Interviews zum Film mit Thomas Fischermann, Erich Kasten, Godula Kosack,
Ursula Seghezzi, Thomas Steininger und Andreas Weber hier.


Länge: 108 min., HD, Farbe

Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Rüdiger Sünner

Eine Atalante-Filmproduktion, Berlin 2020

 
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