"Du reist, um Gott zu treffen"2
 


Die Hauptthemen in Attas "Gebeten" werden durch Begriffe wie "Gläubiger", "Ungläubiger", "Gott", "Selbstlosigkeit", "Teufel" und "Himmel" markiert. Die westliche Zivilisation - so heisst es - sei des Teufels, aber zum Trost für den "Heiligen Krieger" erscheine sie nur nach aussen hin stark:

"Alle westlichen Zivilisationen, die ihre Macht geniessen, sind in ihrem Inneren sehr schwach, so habe keine Angst und keine Furcht, wenn du ein Gläubiger bist, denn Gläubige fürchten nur Gott den Allmächtigen, der die Macht über alles innehat."

Besonders wichtig sei - so ermahnt der Text - dass die bevorstehende Tat nicht wegen materieller Dinge oder eigensüchtiger Interessen ausgeübt werden dürfe, sondern nur im Auftrag einer höheren göttlichen Mission: "Töte und denke nicht an den Besitz derjenigen, die du töten wirst ... Tue dies nicht für Dich selbst, sondern für GOTT den Allmächtigen."

Es gelte hart zuzuschlagen, "denn Gott mag Menschen nicht, die ihre begonnene Arbeit nicht beenden." Dies sei aber nicht grausam oder gottlos, denn der Prophet und seine Anhänger hätten selbst auch unter der Fahne des Islam gekämpft.

Das Schönste sei jedoch die Belohnung für den Märtyrereinsatz, die dem Kämpfer nach seinem Tode den Eintritt ins Paradies verschaffe. Nicht weniger als 13 Mal kommt in dem Text das Wort "Himmel" vor: Dort riefen "Engel" den Namen des Helden, trügen für ihn "die schönsten Kleider" und es warte "ein gutes, ewiges Leben voller positiver Werte in Gesellschaft von Märtyrern" auf ihn.

Unmittelbar vor dem Einsatz - so endet der Text - habe man sich zu rasieren, zu parfümieren, die beste Kleidung anzuziehen und - seltsames Detail - die Schuhe besonders gut festzubinden: "Binde deine Schuhe sehr eng zu und trage Socken, sodass die Schuhe eng an deinen Füssen ansitzen. Dies versteht sich alles von selbst und Gott wird dich schützen." (vollständiger Text)

 


"Du reist, um Gott zu treffen"   "Infinite Justice"