Kurzbiographie Usama bin Ladin:


1955 als 17. von 57 Kindern des Multimillionärs und Bauunternehmers Muhammad bin Ladin im saudi-arabischen Dschidda geboren.

1977 Usama bin Ladin arbeit als junger Unternehmer im Konzern seines Vaters, erste Bekanntschaft mit islamistischen Schriften, die zu Kampf und Selbstaufopferung gegen die Feinde des Islam (vor allem USA) aufrufen.

1980 Spende für den afghanischen Widerstand gegen die Sowjetunion.

1984 Finanzielle Unterstützung des "Dienstleistungsbüros für arabische Islamisten", gegründet vom palästinensischen Sheik Abdullah Azzam, der bin Ladins spiritueller Lehrer wird. Azzam verfasst unter dem Titel: "Die Liebhaber der Paradiesjungfrauen" eine Enzyklopädie der Araber, die in Afghanistan den Märtyrertod fanden.

1986 Usama bin Ladin errichtet in Afghanistan das Ausbildungslager "Masadda" (Löwenburg) für arabisch-islamistische Freischärler.

1988 Gründung des eigenen Büros "Al Qa'ida" (Die Basis) für weltumspannenden Terrorismus.

1990-91 Bin Ladin empfindet die Präsenz amerikanischer Truppen - er nennt sie "dreckige Ungläubige" - in Saudi-Arabien als Entweihung der heiligen arabischen Erde und verlegt sein Hauptquartier in den Sudan.

1993 Die" Al-Qa'ida" beteiligt sich am Mord von 18 amerikanischen US-Soldaten in Somalia und unterstützt den Bombenanschlag auf das World-Trade-Center, bei dem sechs Menschen getötet und über 1000 verletzt werden.

1996/97 Unter dem Druck der USA fordert das Islamistenregime in Khartum bin Ladin auf, den Sudan zu verlassen und er hält sich von nun an in Afghanistan auf, wo er sich mit den Taliban verbündet.

1998 Gründung der "Internationalen Kampffront gegen Juden und Kreuzzügler", Rekordernten beim Opiumanbau werden für die Taliban und bin Ladin zum einträglichen Geschäft. Mit dem Koran verträgt sich dies - laut ihrer Auslegung - insoweit, da das Rauschgift die westliche Welt schwächen kann. Bin Ladin stiftet Bombenanschläge auf US-Botschaften in Tansania und Nairobi an, die USA setzen ein Kopfgeld von 5 Millionen Dollar auf ihn aus.

1999 Nochmalige Jahrhunderternte von Opium in Afghanistan, deren Gewinn bin Ladin für eingefrorene US-Konten entschädigt.

2001 Ermordung des afghanischen Kriegshelden Ahmad Schah Mas'ud (Kommandeur der Nordallianz) durch ein Selbstmordkommando, das vermutlich von bin Ladin beauftragt wurde.

Oktober 2001 Bin Ladins "Al Qa'ida" bekennt sich indirekt zum Terroranschlag auf das World-Trade-Center vom 11.September.

Interview des ABC-Reporters John Miller mit Usama bin Ladin vom Mai 1998.

 


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