Francesco erhält von seinem Bischof den Auftrag, diese Familie einmal aufzusuchen, um sich ein genaues Bild zu machen, aber auch, um die Errettung ihrer Seelen in Angriff zu nehmen: "Von den Segnungen und Tröstungen der Mutter Kirche dürfe man keinen noch so verirrten Sünder ausschliessen."

Da es Ende März ist, erlebt der junge Priester bei seinem langen Aufstieg zu der Hütte der Verfemten das Ausbrechen des Frühlings, das hier in den Alpen mit besonderer Gewalt auf ihn einwirkt:

"Er hatte seine Jugend im Tal und dazu meist in geschlossenen Räumen, Kirchen, Hörsälen oder Studierzimmern zugebracht. Sein Natursinn war nicht geweckt worden. Eine Unternehmung wie diese, in die erhabene, herbe Lieblichkeit des Hochgebirges hinein, hatte er niemals bisher ausgeführt und würde es vielleicht niemals getan haben, hätten nicht Zufall und Pflicht vereint ihm die Bergfahrt aufgedrängt. Nun überwältigte ihn die Neuheit und Grösse der Eindrücke. Zum erstenmal fühlte der junge Priester ... eine klare und ganz grosse Empfindung vom Dasein durch sich hindurchbrausen. "

Vela überkommen Zustände, die Hauptmann als "Gesundheit ohnegleichen" oder "Erneuerung" beschreibt, ausserdem spürt der Geistliche dort oben die Aura einer archaischen Zeit, wie sie vielleicht einmal vor der Christianisierung geherrscht hat: "Diese ganze Bergwelt besass eine frühe Eigenart, den Jugendreiz versunkener menschlicher Zeitalter, von denen in den Taltiefen keine Spur mehr vorhanden war. "