Der Film
"Schwarze Sonne" beleuchtet
den Einfluß von esoterischen Weltbildern und Mythen auf die
Ideologie des "Dritten Reiches". Bereits
um 1900 entstanden in Deutschland und Österreich zahlreiche okkulte
und neogermanische Gruppen, die aufgrund von mißverstandenen
Legenden und Symbolen die Dominanz der "arischen Rasse"
behaupteten. Etliche NS-Führer fanden darin zusätzliche Bestätigungen
für ihr Weltbild, so etwa Rudolf Heß, Alfred Rosenberg, Hans
Frank oder Heinrich Himmler. Mittels Rhetorik, Sakralarchitektur
und spektakulären Masseninszenierungen wurden solche pseudoreligiösen
Inhalte auch ins Unterbewußtsein der Massen versenkt. Dazu gehörten
Lichterdome, Fackelmärsche, Sonnenwendfeuer und die Glorifizierung
der Germanen in Kulturfilmen, Schulunterricht und Wissenschaft.
Die Wewelsburg bei Paderborn wurde zur SS-Ordensburg ernannt und
enthielt zwei Kulträume zur Vertiefung der eigenen "Mission".
Sympathisanten rechter und okkulter Kreise pilgern bis heute dorthin und
erkoren sich das Bodenornament des "Obergruppenführersaales"
als "Schwarze Sonne" zum Leitsymbol: eine willkürliche
Benennung, die gleichwohl Wirkung zeigt und inzwischen zahlreiche Internetseiten,
Broschüren, Flaggen und CD-Cover der rechten Szene schmückt.
(Weitere Literatur)
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