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Der
"Rosengarten"
Wie offizielle Institutionen dieses Kindersterben mythisch überhöhen,
zeigt etwa ein Artikel aus der Teheraner Tageszeitung "Ettelat"
vom 30. Januar 1982:
"Sie
waren alle Freiwillige. Sie waren vierzehn, fünfzehn, sechzehn, bis
zwanzig Jahre alt.
Sie waren gekommen, um das Minenfeld in einen Rosengarten zu verwandeln.
Sie waren Blumen, die in halber Blüte standen. Sie würden sich
erheben vor der Morgendämmerung, in der Zeit, in der die Rosen ihre
Kelche öffnen. Dann würden sie über die Minen laufen und
einen Staubsturm entfesseln, der wie Donner grollt.
Doch ihre Augen würden nichts sehen und ihre Ohren nichts hören.
Und dann würde sich die Staubwolke legen und eine gesegnete Stille
über dem Feld aufsteigen.
Wir konnten Teile junger zerbrochener Körper sehen, die den ganzen
Boden bedeckten: Stücke von Fleisch und Knochen, einige von ihnen
klebten an Dornbüschen und Geröllhalden.
Es war, als hätte der Himmel Fleisch und Blut geregnet ...
Doch einige der Kinder hatten einen Weg gefunden, ihre Körper während
der Zeit ihres heroischen Endes mehr oder weniger intakt zu halten. Sie
hüllten sich in Decken, bevor sie über die Minen schritten.
Daher konnten ihre Überbleibsel leichter zusammengesucht werden,
um sie daheim den stolzen Eltern zu präsentieren. Sie taten dies,
um unseren Mitarbeitern zu helfen, die Körper brauchten, um andere
Jugendlichen damit anzuspornen, denselben Weg ins Paradies zu gehen ..."
(Holy Terror, 242f)
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