 |
|
Warum hatte
ich ursprünglich angefangen, mich mit Zen zu beschäftigen? Und
warum hatte ich immer wieder aufgehört und immer wieder angefangen
damit? Soweit ich mich erinnere, kam ich das erste Mal mit Zen in Berührung,
als kurz vor der Olympiade in Tokyo, also 1963 oder 1964, ein Film über
Japan gezeigt wurde. In diesem Film wurden einige typische Besonderheiten
von Japan vorgeführt, ein Karateka beim harten Training, Kendo-Kämpfer,
Kalligraphien, Ikebana, natürlich auch Sumo-Ringer, und ein Teil des
Filmes drehte sich auch um Zen. Unter anderem sah man einen Raum, in dem
vielleicht zwanzig Mönche in Zazen-Haltung saßen und meditierten.
Das Bild traf mich wie ein Schlag, und ich wußte: Das ist es! Eine
Formulierung, die mir immer wieder einfällt, wenn ich an dieses Bild
denke: dieser Raum brummte vor Kraft. Das ist keine sehr schöne
Formulierung, aber es gibt vielleicht ein kleines bißchen von dem
Eindruck wider, der mich damals, als ca. Zwölf- oder Dreizehnjährigen,
fast umwarf: es war eine solche Konzentration von Energie spürbar,
verbunden mit einer solchen Ruhe, daß ich noch heute berührt
bin von diesem Bild. |