"Kennen Sie `Fight Club´?"
Dunkle Väter - Chaossöhne


Chaossohn am Meer:
Epiphanie des "puer aeternus"

Panik der Väter:
Die Rückkehr Pans

Gegen eine kalte Sonne:
Kampfekstase im "Fight Club"

Vaterlose Berserker:
Geburt nicht zu Ende Geborener

Weltraumaffen:
Anarcho-Sklaven der Geschichte

"Orale Flipper":
Der faschistische Bruch

Rettung aus der Masse:
Ewige Ganzheit im Phallus der Höhen

Schatten des Kreuzes:
Die Geburt der "Schwarzen Sonne"

Pole der Gewalt:
"Fight Club" und "Triumph des Willens"

Der molekulare Mann:
Gegen die Angst zu wünschen



Atalante 2




 



Schatten des Kreuzes:
Die Geburt der "Schwarzen Sonne"

In ihrem Kommentar zu dem Roman von Bruno Goetz "Das Reich ohne Raum" vertritt M.L.v.Franz die These, dass sich hinter dem Phänomen des Nationalsozialismus ein religiöses Problem verberge. Es gehe um die Erneuerung des Gottesbildes. Berücksichtigen wir unsere Überlegungen zur Suche der noch nicht zu Ende Geborenen nach einem Vater und Gott, dann erscheint diese, auf den ersten Blick befremdliche These so abwegig nicht. Denn das, was Theweleit den "Phallus der Höhen" nennt, kann als ein Gottesbild aufgefasst werden, das an die Stelle des traditionellen Gottesbildes der korrumpierten Väter tritt. Das, was sie im "Phallus der Höhen" mit dem Ziel einer Erneuerung des Gottesbildes aktualisieren, ist die dunkle Seite des alten Gottes, sein "Schatten", um es in einer Kategorie Jungs zu sagen.  Das nationalsozialistische Hakenkreuz kann als der Schatten des christlichen Kreuzes verstanden werden.

Das Gedicht "Germania incognita" (1995) aus der rechten Schriftenreihe "Sol invictus" zeigt zwei gepanzerte "Sonnenritter" unter dem Zeichen des zwölfspeichigen Sonnenrades der Wewelsburg, das seit einigen Jahren als "Schwarze Sonne" durch die einschlägigen, rechten Kreise geistert.