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Eine Karikatur im "Christian Science Monitor" zum Film "Fight Club" zeigt Tyler als Flöte spielenden Rattenfänger, hinter ihm die Verführten seines "Projekts Chaos" mit einer als Rammbock genutzten riesigen Faust. Als Flöte spielenden, nackten Jüngling lässt Bruno Goetz ähnlich, aber anders wertend, im Roman "Reich ohne Raum" (1919) seinen "Tyler" am Altar einer Kirche erscheinen, vor ihm die ausgeflippten Repräsentanten der Spießbürgergesellschaft in der fiktiven deutschen Kleinstadt Stuhlbrestenburg. Ehe wir uns dieses Szenario genauer ansehen, hören wir dazu die Jung-Schülerin Marie Louise von Franz: "Gerade
diese Kapitel haben sich in den grotesken Auswüchsen des Nationalsozialismus
zum Teil fast wörtlich verwirklicht, so dass wir heute ... ableiten
können, was geschieht, wenn das kollektive Unbewusste und seine Götter
(die Archetypen) ein Volk unvorbereitet packen. Das abgebrannte Stuhlbrestenburg
mit seiner allzu oberflächlichen Pseudokultur erinnern fatal an die
Nachkriegskonjunktur der beginnenden Weimarrepublik, welcher bald die
große Krise folgte, erinnern aber auch fast noch fataler an das
heutige Geschehen in Deutschland. Man verarbeitet die vergangene Katastrophe
nicht, sondern setzt sich in extravertierter Betriebsamkeit darüber
hinweg, bis dann der nächste große Aufruhr wieder alles zerstört.
Darum schreibe ich auch diesen Kommentar aus Besorgnis, dass die
Prophezeiung von Bruno Goetz noch einmal und wieder wahr werden könnte."
(Reich ohne Raum, S.177) In
dem Roman "Reich ohne Raum" kommen zwei Männer an einem
Dom vorbei, aus dem Musik erscholl, obwohl kein Gottesdenst war. Neugierig
traten sie wie viele andere Bürger ein und trafen den ersten Staatsanwalt
Johannsen: |