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"Kennen
Sie `Fight Club´?"
Dunkle Väter - Chaossöhne
Chaossohn am Meer:
Epiphanie des "puer aeternus"
Panik der Väter:
Die Rückkehr Pans
Gegen eine kalte Sonne:
Kampfekstase im "Fight Club"
Vaterlose Berserker:
Geburt nicht zu Ende Geborener
Weltraumaffen:
Anarcho-Sklaven der Geschichte
"Orale Flipper":
Der faschistische Bruch
Rettung aus der Masse:
Ewige Ganzheit im Phallus der Höhen
Schatten des Kreuzes:
Die Geburt der "Schwarzen Sonne"
Pole der Gewalt:
"Fight Club" und "Triumph des Willens"
Der molekulare Mann:
Gegen
die Angst zu wünschen
Atalante 2
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Die Alltagswelt des Erzählers sind die Büros amerikanischer
Großstädte. Dazu ein Chef, dessen Krawatte den jeweiligen
Wochentag anzeigt - blau für Dienstag, grün für Mittwoch
usw. Da ist kein Platz für eine Traumwelt. Und doch, bereits die
geläufige Metapher vom "Dschungel der Großstadt"
deutet es an.
Die moderne Großstadt ist nicht mehr, was die Stadt einmal war:
umhegter Bezirk von Kultur und Ordnung, Schutz des Menschen vor Natur
und Chaos. Mircea Eliade, einer der rumänischen "jungen Wilden"
der 30er Jahre, hat mit dem Wort vom "Stadt-Kosmos" diese
ursprüngliche Funktion der Stadt auf den Punkt gebracht. Dieser
Kosmos hat sich jetzt zur "Hure Babylon" gewandelt.
Das Wilde und Chaotische ist nicht länger nur draußen vor
den Mauern der Stadt.
Es fällt nun auf, dass der träumende Erzähler in "Fight
Club" das undomestiziert Chaotische nicht als femme fatale, sondern
als nackten Mann am Strand lebendig werden lässt. Zum Vergleich
dazu sei auf Fritz Langs "Metropolis" hingewiesen.
Dort erscheint die "andere Seite", aufgespalten in Madonna
und Hexe, in Gestalt einer Frau. Metropolis am Ende des Jahrtausends
erträumt sich seinen erlösenden Gegenspieler dagegen als Sohn
des Chaos. Der Erzähler reflektiert das so:
"Ich bin ein dreißigjähriger kleiner Junge, und ich
frage mich, ob schon wieder eine Frau wirklich die Antwort ist, die
ich brauche." (FC, S.56)
Treffend spricht eine Rezension der "Fight Club"-Verfilmung
vom psychologischen Kern als "The late-`90s crisis of masculinity":
the boy in the Ikea bubble.
In dieser Krise bedarf der Knabe gebliebene Mann zunächst einmal
eines anderen Mannes, der ihm seine verborgene, nicht bewusste Männlichkeit
bewusst macht. Die zum Kultbuch der amerikanischen Männerbewegung
avancierte Interpretation des Grimm´schen Märchens "Eisenhans"
von Robert Bly ist ein Paradebeispiel solcher Sehnsucht nach einem
hellen und zugleich "wilden", männlichen Spiegel in Metropolen
dunkler Väter:
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