"Kennen Sie `Fight Club´?"
Dunkle Väter - Chaossöhne


Chaossohn am Meer:
Epiphanie des "puer aeternus"

Panik der Väter:
Die Rückkehr Pans

Gegen eine kalte Sonne:
Kampfekstase im "Fight Club"

Vaterlose Berserker:
Geburt nicht zu Ende Geborener

Weltraumaffen:
Anarcho-Sklaven der Geschichte

"Orale Flipper":
Der faschistische Bruch

Rettung aus der Masse:
Ewige Ganzheit im Phallus der Höhen

Schatten des Kreuzes:
Die Geburt der "Schwarzen Sonne"

Pole der Gewalt:
"Fight Club" und "Triumph des Willens"

Der molekulare Mann:
Gegen die Angst zu wünschen


Atalante 2

 

Anders sein paranoid-faschistischer Gegenpart, der sich dem "Wunsch zu wünschen" als Eindämmer, Tötender, Ausrottender nähert: "Nicht irgendwelche Inhalt verdrängt er, es ist das Unbewusste selbst, die Wunschproduktion des Unbewussten insgesamt, die der Verdrängung verfällt. Innen hat dieser Mann ein KZ, das KZ seiner Wünsche." (Theweleit: Männerphantasien 2, 11)

Mit meiner Analyse des Films "Fight Club" wollte ich den Blick vom Grauen der historisch realen KZs zu diesen inneren KZs wenden. Die psychische Realität ihres Grauens hat nicht wenig zum historischen Grauen beigetragen. Der Film "Fight Club" ist in seinem ambivalenten Oszillieren zwischen verschiedenen Wunsch-Polen Vision und Warnung: Vision der Befreiung aus dem inneren KZ durch ritualisierte Gewalt, Warnung vor dem Verlust dieser Freiheit in neuen KZs organisierter Gewalt. Beides liegt in den Möglichkeiten der Schwarzen Sonne über Babel. (Literaturverzeichnis zum Text)




Der Autor dieses Beitrages - Dietmar Hecht (geb. 1944) - studierte Theologie, Geschichte, Philosophie und arbeitet heute als Lehrer am Gymnasium St. Michael (Ahlen/Westfalen). Dort hat er zahlreiche Schülerprojekte zum Thema Mythologie, Nationalsozialismus, neue Medien, Kosovo-Konflikt etc. ins Leben gerufen,  die auch im Internet dokumentiert sind. Er ist ausserdem tätig im Bereich jüdisch-christlicher Zusammenarbeit.

Kontakt: gsanktmich@freenet.de
   

Der hier publizierte Essay ist die gekürzte Version eines umfangreicheren Manuskriptes. Wer sich für die Langfassung interessiert, kann sich die Textversion herunterladen/ ausdrucken oder findet sie auf der Website des St. Michael- Gymnasiums Ahlen (www.ahlen.de/medien/chaoten)  Diese Website steht im konkreten Kontext Ahlener Projekte gegen Rechts und versteht sich als Beitrag zur Entwicklung einer netz- und hypertextgestützten Erinnerungkultur jenseits nur "historischen" Erinnerns. Auf entsprechende konkrete Vorarbeiten Ahlener Erinnerungs- und Netzkultur wird online verwiesen.