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"Kennen
Sie `Fight Club´?"
Dunkle Väter - Chaossöhne
Chaossohn am Meer:
Epiphanie des "puer aeternus"
Panik der Väter:
Die Rückkehr Pans
Gegen eine kalte Sonne:
Kampfekstase im "Fight Club"
Vaterlose Berserker:
Geburt nicht zu Ende Geborener
Weltraumaffen:
Anarcho-Sklaven der Geschichte
"Orale Flipper":
Der faschistische Bruch
Rettung aus der Masse:
Ewige Ganzheit im Phallus der Höhen
Schatten des Kreuzes:
Die Geburt der "Schwarzen Sonne"
Pole der Gewalt:
"Fight Club" und "Triumph des Willens"
Der molekulare Mann:
Gegen
die Angst zu wünschen
Atalante
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"Kennen
Sie `Fight Club´?"
Dunkle Väter - Chaossöhne
Als
ich Ostern 2001 wieder einmal im transsilvanischen Sibiu (Hermannstadt)
war, fragte mich ein befreundeter rumänischer Student: "Kennen
Sie `Fight Club´?" Silviu und ich hatten vor zwei Jahren
ein e-Mail-Projekt
gestartet. Es war ein Gespräch über Cioran und Eliade, Rumäniens
"junge Wilde" in den 30er Jahren. Was sagen sie der rumänischen
Jugend in einer Zeit, in der die Wogen des westlichen Konsumrausches
auch die Karpaten erreicht haben?
Silvius Frage setzte nun fast zwei Jahre später dieses Gespräch
ganz unerwartet fort. Ging es im "Labyrinth des Dionysos"
um eine "Rückkehr zum Chaos" angesichts abgründiger
"rumänischer
Langeweile" (Cioran), mutiert
in Chuck Palahniuks Roman "Fight Club" von 1996 das
Chaos zu einer Orgie der Gewalt.
Es ist das Ziel meines Beitrags, dieser im wahrsten Sinne des Wortes
fragwürdigen Rolle der Gewalt in Buch und Film "Fight Club"
nachzugehen. Sie ist auch deshalb differenzierenden Fragens wert, weil
die zu erwartenden Antworten weit über die Story von "Fight
Club" hinausführen. Die beiden Leitsymbole der Überschrift
deuten es an - "Schwarze Sonne" und "Babel":
"Fight Club" spielt in der Landschaft postmoderner Großstädte,
Labyrinthen in Schwarz, wie sie in Fritz Langs epochalem Film "Metropolis"
(1927) durch den Mythos des Turmbaus zu Babel gespiegelt werden. Hier
herrschen nur noch "dunkle Väter", das väterliche
Prinzip ist zu einer erkalteten, schwarzen Sonne verdunkelt: Siehe dazu
auch die Figur des "Darth Vader" in "Star Wars",
bei dem sich George Lucas durch die SS hat inspirieren lassen.
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