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In der beginnenden
Dämmerung versuchte er das Ufer zu erreichen, wo wir übernachten
wollten. Doch als wir anlegten, stiess er ein scharfes "Shit!"
aus, zog mich zurück ins Boot und legte wieder ab, um einige Meter
vom Land entfernt zu ankern. Ohne etwas zu sagen, spannte er ein kunstvolles
Gewebe von Schnüren über das Deck, in denen kleine Glöckchen
befestigt waren. Was wie eine avantgardistische Installation aussah, entpuppte
sich als Rattenwarnanlage. Er habe, so berichtete er endlich, ein Tier
ins Boot huschen gesehen und könne dies nun beim Reagieren
der Schnüre besser fangen.
Im Licht
einer kleinen Öllampe assen wir seine wohlschmeckende Suppe, in die
er als "Bakterienkiller" Unmengen von Chilli gekippt
hatte. Dann rauchten wir ein Pfeifchen Haschisch und er erzählte
mir von seiner "deutschen Brieffreundin" aus Heidelberg, die
er einmal während einer solchen Bootsfahrt kennengelernt habe. Die
Deutschen seien o.k., nicht so verrückt wie die beiden Engländer
von letzter Woche, die sich zum Schlafen in ein riesiges Exemplar ihrer
Nationalflagge gehüllt hätten.
Wir unterhielten uns ganz gut, lachten viel und ich genoss auch die langen
Schweigeminuten, in denen wir auf die unzähligen Färbungen von
Himmel und Wasser starrten, die die Landschaft allmählich in ein
Mysterium verwandelten. Irgendwann pinkelte er noch einmal über Bord
und ging hinunter ins Unterdeck, um sich schlafen zu legen. Während
er sofort einschlummerte, lag ich weiter wach da und sog die Sensationen
einer unbekannten Welt in mich auf.
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