Viele Jahre später, ich war jetzt 34, plante ich meinen Sommerurlaub und liess mich durch eine Buchhandlung treiben, wo mir ein Reiseführer für Schottland in die Hände fiel. Zunächst waren es Schwarzweiss-Fotos, die mich in ihren Bann zogen, dann Namen wie "Kyle of Lochalsh", "Skara Brae", "Maeshowe" etc.

Dies war nicht das mir geläufige Englisch, das kam noch von woanders her. Eine dunkle - soll ich sagen: vertraute - Welt stieg auf und ich erinnerte mich an das alte Buch meines Vaters mit der merkwürdigen Karte und dem magischen Wort darin.

Ich kaufte mir ein Ticket und begann die erste Schottlandreise meines Lebens, der noch etliche weitere folgen sollten.

Schon auf der ersten Bahnfahrt geriet ich in Stimmungen von einer Intensität, wie ich sie noch in keinem anderen Land erlebt hatte. Zuweilen sass ich im Zug und musste mit den Tränen kämpfen, wenn Schilder mit bestimmten gälischen Ortsnamen oder atemberaubende Wolken- und Landschaftspanoramen an mir vorbeizogen.

 
Ultima Thule   Callanish