Persephone, Tochter des Zeus und der Demeter, ist die Herrscherin über die Unterwelt, die man durch Schluchten und Höhlen erreicht. Zunächst betritt man eine Wiese, auf der Asphodelen wachsen, dann gelangt man in das eigentliche finstere, von verschiedenen Strömen durchflossene Totenreich.

Zur Überschreitung des ersten Stromes (Acheron) muss man einen Fährmann bezahlen, dann folgt der Strom der Klagen (Kokytos) und der des Vergessens (Lethe), der einem die Erinnerungen an die Freuden des Lebens nimmt. Am Acheron hät der dreiköpfige Höllenhund Kerberos Wacht, begrüßt die Eintretenden schweifwedelnd, aber lässt sie nicht mehr heraus.

Die Seelen der Verstorbenen schweben als wesenlose Schatten ohne Sprache und Bewusstsein umher und führen ein eher einförmiges, freudloses Dasein.

Spätere Zeiten erst brachten Vorstellungen von Belohnung bzw. Vergeltung für die Taten des Lebens mit hinein: Danach wurden die "Guten" ins Elysium entrückt, wo sie in einer freundlichen Landschaft ein seliges Leben führten, während die "Bösen" im Tartaros unstillbaren Hunger und Durst erleiden mussten. Die, die weder gut noch böse sind, irren bis in alle Ewigkeit auf der Asphodelenwiese umher.

 

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