Oft ist gefragt worden, warum Jung kein eigenständiges und grösseres Werk über den Gralsmythos veröffentlicht hat, den er ja - nach eigenem Bekunden - für hochbedeutend hielt. Dies hängt wohl damit zusammen, dass sich seine Frau Emma über dreissig Jahre lang intensiv mit diesem Thema beschäftigte und eine ausführliche Publikation plante. Diese durch ihren Tod im Jahre 1955 unterbrochene Arbeit wurde von der Jung-Schülerin Marie-Louise von Franz fortgesetzt und 1960 als Buch herausgegeben.

Untersucht werden dort die verschiedenen Quellen der Gralsgeschichte (Chrétien des Troyes, Robert de Boron, Wolfram von Eschenbach, Geoffroy de Monmouth) sowie die Beziehung der Legende zu Christentum, Alchemie und keltischer Mythologie.

 

   
 
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