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Die Dichterin nimmt viele mythologische Wesen aus den Überlieferungen ihrer Heimat in ihre Lyrik auf: "Irrlichter", "Heidemänner", "Hexen", "Nachtmahre", "Weisse Frauen", "Riesen" und "Schloßelfen" beleben die Verse mit der Atmosphäre des Poetischen und werden als geheimnisvolle Relikte eines heidnisch-vorchristlichen Weltbildes empfunden. Ein Beispiel
aus dem Gedichtzyklus "Weiher" ("Kinder am Ufer"): |
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sieh doch! Siehst du nicht die Blumenwolke Da drüben in dem tiefsten Weiherkolke? O! das ist schön! Hätt ich nur einen Stecken, Schmalzweisse Kelch' mit dunkelroten Flecken, Und jede Glocke ist frisiert so fein Wie unser wächsern Engelchen im Schrein. Was meinst du, schneid ich einen Haselstab, Und wat' ein wenig in die Furt hinab? Pah! Frösch' und Hechte können mich nicht schrecken Allein, ob nicht vielleicht der Wassermann Dort in den langen Kräutern hocken kann? Ich geh, ich gehe schon ich gehe nicht Mich dünkt, ich sah am Grunde ein Gesicht Komm laß uns lieber heim, die Sonne sticht!" |
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Interessant auch die Formulierung des "wächsernen Engelchen" zuhause im Schrein: Die christlichen Symbole scheinen blasser zu sein und weniger Kraft über die Phantasie des Kindes zu haben, als die Gestalten der Sagenwelt. An
einem der vielen Hünengräber versinkt die Droste sogar einmal
in der Vision einer heidnischen Opferhandlung: Dinge, die sie aus Erzählungen
oder Balladen gehört hat, verdichten sich innerhalb der Aura eines
Ortes zu erlebter Realität. |
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Gleichwohl regiert am Schluß der düsteren Verse der Humor: Nachdem die Protagonistin des Gedichtes schon einen Riesenschatten auf sich zukommen sah, entpuppt sich dieser als ihr Diener, der ihr - weil sie im Schloss vermisst wurde und es zu regnen begann - einen Schirm bringt: "Noch
einmal sah ich zum Gestein hinab:
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| Diana |