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Geboren auf einem Schloss, brach sie schon früh aus den Zwängen aristokratischer Erziehung aus und streifte alleine durch Wald und Flur ihrer Heimat: eine Einzelgängerin mit ungewöhnlicher Sensitivität und Sprachkraft, die sich für ihre Dichtungen viele Anregungen aus der Heidelandschaft holte, die sie einmal so beschrieb:
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"Unabsehbare
Sandflächen, nur am Horizonte hier und dort von kleinen Waldungen
und einzelnen Baumgruppen unterbrochen. - Die von Seewinden geschwängerte
Luft scheint nur im Schlafe aufzuzucken. - Bei jedem Hauche geht ein zartes,
dem Rauschen der Fichten ähnliches Geriesel über die Fläche,
und säet den Sandkies in glühenden Streifen bis an die nächste
Düne, wo der Hirt in halb somnambüler Beschaulichkeit seine
Socken strickt, und sich so wenig um uns kümmert, als sein gleichfalls
somnambüler Hund und seine Heidschnucken."
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Diese Gegend - so die Droste - habe keine andere Poesie aufzuweisen "als die einer fast jungfräulichen Einsamkeit, und einer weichen, traumhaften Beleuchtung, in der sich die Flügel der Phantasie unwillkürlich entfalten." Hier war "ein fröhliches Alleinsein mit der Natur" möglich und viele seltsame Orte und Geschichten regten die Einbildungskraft des jungen Mädchens an. Stunden und Tage verbrachte sie in Wäldern, Bergschluchten, Schlossruinen, Tropfsteinhöhlen und an stillen Weihern, deren geheimnisvolle Aura sie mit grosser Faszination erfüllte. |
| Rauschen der Haine |
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